Tag 6: Im Süden Montenegros

Heute planten wir die Küstenstraße in Richtung Süden entlang zu fahren. Auf dieser Strecke findet man zahlreiche Klöster, von denen wir uns die wichtigsten ansehen wollten.

Schon nach wenigen Minuten Fahrzeit erreichten wir das Kloster Praskvica, das malerisch auf einem Hügel hoch über dem Meer thront. Es handelt sich dabei um ein orthodoxes Kloster, das bereits im 15. Jahrhundert entstand.

Eingebettet liegt es in die schönste Landschaft, vom Tourismus an der Küste ist hier nichts zu spüren. Eine Oase der Ruhe wo die Zeit stillzustehen scheint.

Nicht weniger interessant ist das Kloster Rezevici, ebenfalls ein orthodoxes Kloster, das direkt an der Küstenstraße liegt. Auch hier spürt man sofort die Ruhe, die diesen Ort umgibt.

Anders als zuvor, mussten wir hier lange Kleidung tragen, die allerdings am Eingang zur Verfügung gestellt wurde. Hier betreiben die Mönche sogar einen kleinen Souvenirshop.

Hinter dem Kloster befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen wundervollen Blick über die Küste genießt.

Unser nächstes Ziel waren die Ruinen von Stari Bar. Die Stadt wurde erstmals bereits vor mehr als 1000 Jahren urkundlich erwähnt. Sie stand im Lauf ihrer Geschichte unter verschiedensten Herrschern und Besitzern.

Heute wurden viele der Ruinen liebevoll restauriert, sodass die Besucher in eine längst vergangene Zeit eintauchen können.

Am Eingang erhält man einen Plan, wo alles genau erklärt wird. Ein gut ausgeschilderter Rundweg stellt sicher, dass man sich in der weitläufigen Anlage nicht verläuft.

Besonders sehenswert ist dabei die alte Stadtmauer, von der man einen wunderbaren Blick über die ganze Gegend hat.

Aber auch die Kirche loht einen Besuch, denn sie erzählt vom religiösen Leben alter Zeiten.

Auch Thermen wurden restauriert, sodass man sich ein gutes Bild von der Badekultur dieser längst vergangenen Zeit machen kann.

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Stadt oft zerstört und wieder aufgebaut, endgültig verlassen wurde sie erst vor etwa 45 Jahren, nachdem ein Erdbeben das Aquädukt, das für die Wasserversorgung der Stadt verantwortlich war, zerstört wurde.

Wir schlenderten stundenlang durch die verwinkelten Gassen dieser wundervollen Stadt.

Obwohl schon einige Touristen unterwegs waren, war es für die Hochsaison doch angenehm ruhig in der Stadt. So genossen wir die Ruhe. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, wenn immer mehr Menschen Montenegro als Urlaubsland entdecken, ist fraglich.

Dann ging die Fahrt weiter nach Ulcinj.

Diese kleine Stadt ist heute fest in den Händen der Touristen. Entlang der Hauptstraße finden sich zahlreiche Souvenirshops, Cafés und Restaurants. Die Strände der Umgebung laden zum Baden ein.

Besonders schön ist die Stadt aber nicht.

Wir kauften ein paar Souvenirs, fuhren dann aber bald weiter.

Nun versänderte sich die Landschaft zusehends. Die hohen Berge wichen einer flachen Ebene. Alles wirkte fast unendlich weit.

Und dann hatten wir schon das südlichste Ziel des heutigen Ausflugs erreicht: die Velika Plaza, den längsten Strand Montenegros.

Entlang des Strandes finden sich zahlreiche Beachbars und Beachclubs.

In einem davon legten wir eine kurze Rast ein und bestellten kühle Getränke. Eigentlich war der Plan gewesen, dort auch etwas zu essen. Allerdings beschränkte sich das Angebot ausschließlich auf Flüssiges.

Natürlich wollten wir auch ein wenig schwimmen. Eigentlich war geplant gewesen, uns an den Strand zu legen und das Wetter zu genießen.

Angesichts des starken Sturms war das aber nicht einfach.

Darum beschränkten wir uns darauf, ein wenig zu schwimmen und fuhren dann weiter. Auch war der Hunger mittlerweile richtig groß!

In der hübschen Küstenstadt Bar entdeckten wir schließlich ein wunderschönes Restaurant, das direkt am Meer gelegen war.

Die Preise waren fair, das Essen ausgezeichnet.

Dies war der perfekte Abschluss eines wunderschönen Tages. Nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, wo wir bald erschöpft und glücklich einschliefen.

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