Tag 2: Tour mit dem Roller entlang der Küste nach Petrovac, eine Bootstour und Sveti Stefan
Am nächsten Morgen standen wir früh auf, denn heute würden wir unseren Roller bekommen, mit dem wir in den kommenden Tagen dieses wunderschöne Land erkunden würden.
Zuerst genossen wir das wunderbare Frühstück im Hotel, das wirklich keine Wünsch offenließ.
Es gab verschiedene Sorten Brot, warme Gerichte, Schinken, Käse und auch zahlreiche regionale Spezialitäten.
Auch süße Speisen gab es reichlich, davon probierte ich aber nur wenig, da ich nicht besonders gerne süß frühstücke.
Von der Terrasse des Restaurants hatten wir wieder einen wundervollen Blick über die Promenade auf das in der Sonne glitzernde Meer.
Dann war es endlich Zeit. Mit etwas Verspätung wurde unser Roller zugestellt.
Sofort machten wir uns auf den Weg. Direkt hinter dem Hotel verlief die Küstenstraße, die wie erst einmal einfach entlangfuhren.
Unser erstes Ziel war eigentlich ein Wasserfall. Da der Weg dorthin aber nicht beschriftet war, konnten wir zwar den oberen Teil finden, sahen aber weit und breit keinen Abstieg nach unten.
Darum brachen wir bald wieder auf.
Immer wieder boten sich uns spektakuläre Blicke über die wunderschöne Küste mit ihren kleinen Badebuchten mit türkisgrünem Wasser, die zum Schwimmen und Sonnenbaden einluden.
Schließlich erreichten wie den hübschen Küstenort Petrovac. Malerisch lag das kleine Dorf in einer der Buchten unterhalb der Küstenstraße. Es war für uns Liebe auf den ersten Blick.
Wir schlenderten zuerst die hübsche Promenade entlang, die von Souvenirshops, Restaurants und Cafés gesäumt war.
Am Ende der Promenade lag eine kleine Ruine, von der aus wir einen grandiosen Blick über die Bucht genossen.
Das Wasser von einer einzigartigen türkisgrünen Farbe, malerisch schaukelten zahlreiche Boote im Wasser und warteten auf Touristen.
Ein Bootsführer sprach uns an, ob wir Interesse an einer Bootstour hätten. Als er uns auch einen Badestopp versprach, hatte er mich! Wir beschlossen also, die Fahrt zu machen und bereuten es keine Sekunde.
Zuerst fuhren wir in einer sehr kleinen Gruppe – an Bord waren außer uns nur der Bootsführer und eine russische Familie – in Richtung der oben auf einer kleinen, felsigen Insel gelegenen Kirche Sveti Nedjelja.
Dort legten wir an. Während Gerhard mit den anderen zur Kirche hinaufstieg, beschloss ich, eine Runde zu schwimmen.
Das Wasser hier war glasklar und wunderbar kühl. Ich genoss es, zwischen den schroffen Felsen meine Runden zu drehen, wobei ich immer wieder einen Blick zurück auf Petrovac erhaschen konnte. Es war ein einzigartiges Erlebnis.
Weiter ging die Fahrt zu einer Höhle. Dort konnte man die Schichten, in denen sich einst die Felsen aufgefaltet hatte, deutlich erkennen. Es war wahnsinnig interessant. Ein Stück Geologie zum Anfassen!
Nach etwas mehr als einer Stunde war die Bootstour auch schon wieder vorbei.
Wir gönnten uns in Petrovac noch kühle Getränke, dann war es Zeit, uns auf den Rückweg zu machen.
Unterwegs hielten wir noch an einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen traumhaften Blick auf die berühmte Insel Sveti Stefan hatte.
Die Insel selbst, die früher ein kleines Fischerdorf beherbergte, wurde schon vor vielen Jahren zu einer Hotelinsel umgebaut und darf heutzutage nur noch von der exklusiven Kundschaft betreten werden.
Die Aussicht lohnte aber allemal! Nicht nur die Insel, sondern weite Teile der Bucht konnten wir hier überblicken.
Schließlich fuhren wir auch noch weiter nach Budva. Diese wunderschöne Stadt mit ihrer venezianischen Architektur zog uns sofort in ihren Bann.
Budva ist einer der ältesten Orte an der Adria und wurde bereits vor 2500 Jahren gegründet.
Jeder Stein in dieser faszinierenden Stadt scheint von der langen Geschichte zu erzählen.
Obwohl der Ort heute stark touristisch geprägt ist, konnte es sich doch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren.
Fasziniert schlenderten wir durch die engen, malerischen Gassen der Altstadt. Es war einfach wunderschön dort.
Besonders beeindruckend war die Zitadelle, die direkt am Meer lag.
In einer kleinen Bäckerei gönnten wir uns ein sehr spätes Mittagessen, viel mehr einen Imbiss, da wir uns den Hunger eigentlich noch für den Abend aufheben wollten.
Zu guter Letzt spazierten wir auch noch ein wenig am Hafen entlang, wo zahlreiche Boote aber auch große Jachten vor Anker lagen.
Dann machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel, wo wir den Abend am Pool ausklingen ließen.
Wir entspannten noch ein wenig im und am Wasser, bestellten etwas zu essen und genossen schließlich den herrlichen Sonnenuntergang über der Bucht von Budva.