Tag 3: Risan, Perast und Kotor

Am nächsten Tag starteten wir direkt nach dem Frühstück mit unserem Roller in Richtung Risan, einem kleinen Ort in der Bucht von Kotor.

Anfangs war die Fahrt recht anstrengend, da wir die Straße fahren mussten, wo wir aufgrund der vielen Baustellen schon auf dem Weg vom Flughafen im Stau gestanden waren. Heute war die Situation nicht besser.

Als wir jedoch endlich Tivat hinter uns gelassen hatten, erreichten wir wieder die Küstenstraße. Hier wirkte die Landschaft noch sehr echt, nicht touristisch. Wir fuhren durch kleine, verschlafene Orte, bis wir schließlich die Autofähre nach Risan erreichten.

Wir hatten keine Ahnung, dass wir eine Fähre nehmen mussten, so war das eine große Überraschung.

Die Überfahrt war sehr angenehm. Der Wind auf der Haut und der Geruch des Meeres taten sehr gut nach der langen Fahrt zwischen Autoabgasen im Stau.

In Risan wollten wir eigentlich das Römische Mosaik besichtigen, das aber leider an dem Tag geschlossen war.

Wir beschlossen daher, in einem gemütlichen Lokal direkt am Meer etwas zu trinken.

Risan ist ein sehr kleiner, ruhiger, charmanter Ort, der bisher von Massentourismus noch nicht entdeckt wurde.

Wir genossen die entspannte Atmosphäre. Natürlich wollten wir auch noch kurz im Meer baden, was wir an dem langen Strand gut tun konnten.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Perast immer entlang der Küstenstraße.

An einem Aussichtspunkt, wo man einen tollen Blick auf die beiden Perast vorgelagerten Klosterinseln hatte, machten wir Rast. Wir beschlossen aber, die Inseln nicht zu besuchen, da wir noch viel vorhatten und die Zeit wie im Flug verging.

In Perast muss man am Ortseingang parken, da die Stadt komplett autofrei ist.

Perast ist wunderschön, das hat sich aber bereits herumgesprochen und so wird die Stadt von zahlreichen Touristen überflutet. Lohnt der Besuch? Ich würde sagen: noch ja. Ob das in ein paar Jahren auch noch so sein wird, wird sich zeigen.

Wir schlenderten ein wenig durch diese wirklich sehr malerische Stadt, die direkt am Wasser liegt.

Dann ging die Fahrt weiter nach Kotor, dem wohl berühmtesten Ziel der Region.

Auch Kotor haben die Touristen schon vor langer Zeit für sich entdeckt. Besonders berühmt ist die Stadt für ihre Kreuzfahrttouristen. In der Bucht liegen die Ozeanriesen vor Anker, tausende Menschen stürmen die Stadt.

Da wir bereits sehr hungrig waren, besorgten wir uns zuerst einen kleinen Imbiss.

Kotor ist touristisch, überlaufen und teurer als andere Orte in der Gegend. Trotz alldem konnte sich die Stadt ihren ursprünglichen Charme erhalten und ist wirklich wunderschön.

Wenn man lange genug sucht, findet man auch noch ruhige Plätzchen.

Wir spazierten durch die engen, malerischen Gassen der Stadt. Die Orientierung war nicht einfach, da die Gässchen sehr verwinkelt waren.

Irgendwann erreichten wir die Stadtmauer, auf der man ein Stück spazieren gehen kann.

Von dort oben hatte wir einen tollen Blick über die Bucht.

Kotor gilt übrigens auch als die Stadt der Katzen. Diese wurden einst als Rattenfänger in die Stadt gebracht und entwickelten sich zu einer Art Wahrzeichen.

Überall in der Stadt findet man sie heute in großer Zahl. Die Bewohner hegen und pflegen sie und das sieht man den Tieren auch an.

Es gibt sogar ein Katzenmuseum und zahlreiche Shops sind den Katzen gewidmet.

Nachdem wir so eine ganze Zeit durch die Stadt geschlendert waren, war es Zeit für eine kleine Pause. In einem gemütlichen Café auf einem der hübschen Plätze machten wir daher Rast und stärkten uns mit kaltem Kaffee und Bier.

Weiter ging es dann durch die schmalen Gassen, von denen eine schöner war als die andere.

Kotor lohnt auf jeden Fall einen Besuch und ich hoffe, dass ich irgendwann vielleicht wiederkommen kann!

Schließlich war es dann aber doch Zeit, wieder aufzubrechen, da wir noch mit der Seilbahn auf den Berg Lovcen fahren wollten.

Diese Seilbahn wurde erst 2023 eröffnet und bietet die Möglichkeit vom Meer in wenigen Minuten direkt in die Berge zu fahren.

Die Fahrt hinauf ist spektakulär und nichts für Menschen mit Höhenangst. Die Kabinen sind gänzlich verglast, sodass man einen spektakulären Rundumblick genießt.

Oben auf dem Gipfel wurde das Ganze dann noch getoppt. Atemberaubend war der Blick in die Tiefe auf die Bucht von Kotor und das Meer.

Bei der Bergstation lud ein Restaurant Gäste zum Verweilen ein. Zahlreiche Wanderwege führten in die nähere und weitere Umgebung. Außerdem gab es einige Shops, darunter sogar ein Hard Rock Café und sogar eine Sommerrodelbahn.

Wir entschieden uns, einen der kürzeren Rundwege zu gehen, um so die wundervolle Natur hier oben noch besser genießen zu können.

Über Stock und Stein führte der Weg zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Die Tour war anstrengend, für die Mühen wurden wir durch die Aussicht hier oben aber mehr als belohnt.

Anschließend probierten wir noch einen weiteren Weg aus, an dessen Ende sich einige Picknicktische – und Bänke befanden. Dort ließen wir uns nieder und genossen den Blick ins Tal im zauberhaften Licht der jetzt schon sehr tief stehenden Sonne.

Auf dem Rückweg beobachteten wir noch eine Zeit lang die Wagemutigen, die sich auf die Sommerrodelbahn wagten.

Dann war es Zeit ins Tal zurückzukehren.

Da ich bei der Talfahrt mit Blick ins Tal in der Gondel saß, konnte ich die Aussicht noch mehr genießen als bei der Bergfahrt. Im Licht der untergehenden Sonne war alles noch viel schöner!

Auf dem Weg zurück zum Hotel hielten wir noch bei einem Supermarkt, wo wir uns etwas zum Abendessen besorgten, das wir dann im Zimmer aßen. Viel zu müde waren wir nach diesem langen, ereignisreichen Tag, um noch auszugehen.

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Tag 2: Tour mit dem Roller entlang der Küste nach Petrovac, eine Bootstour und Sveti Stefan

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Tag 4. Podgorica und der Skadarsee