Tag 3: Hallstatt im Regen
Am nächsten Morgen hatte das Wetter komplett gedreht und es regnete in Strömen.
Wir überlegten daher beim Frühstück, wie wir den Tag trotzdem schön gestalten konnten und beschlossen schließlich, uns endlich wieder einmal das Salzbergwerk in Hallstatt anzusehen, wo wir seit weit mehr als 20 Jahren nicht mehr gewesen waren.
Da wir uns diesmal aber das problematische und wahnsinnig teure Parken in Hallstatt ersparen wollten, fuhren wir mit dem Auto bis Bad Ischl. Dort parkten wir am Bahnhof und fuhren mit dem Zug weiter.
Vom Bahnhof geht es dann bekanntlich mit dem Schiff in den Ort. Noch immer regnete es in Strömen und wir waren mittlerweile fast komplett durchnässt.
Wir marschierten auf direktem Weg zur Talstation der Seilbahn, die uns auf den Berg bringen würde.
Oben angekommen mussten wir noch ca. 20 Minuten bis zum Eingang des Bergwerks wandern.
Die ganze Zeit über ließ der Regen nicht nach. Außerdem war es hier oben schon empfindlich kalt.Beim Bergwerk bekamen wir dann Schutzkleidung, die mir sehr willkommen war. Ich zog meine nassen Sachen aus und trug nur die Schutzkleidung. Das erwies sich als Segen, da es im Berg auch sehr kühl war.
Die Tour durch den Berg war sehr interessant. Jahrtausende alte Stollen und Geschichten über die frühesten Bergleute Europas.
wir erfuhren viel Interessantes - das „weiße Gold hat diese Region geprägt wie kaum etwas anderes.
Zweimal rutschten wir über lange Rutschen tiefer in die Stollen, dabei wurde die Geschwindigkeit gemessen. Wir waren aber nicht übermäßig schnell, da ich doch eher der Typ Angsthase bin.
Zuletzt fuhren wir auch noch mit einer Schmalspurbahn durch und aus dem Stollen hinaus. Das war schon ein besonderes Erlebnis.
Etwa zwei Stunden dauerte die Tour. Dann erreichten wir wieder Tageslicht.
Inzwischen war das Wetter besser. Nun musste ich wieder in meine nasse Kleidung wechseln, es war jetzt aber deutlich wärmer, sodass alles bald trocknete.
Wir machten uns also wieder auf den Weg ins Tal und genossen unterwegs noch den einen oder anderen schönen Blick in die Tiefe.
Zurück in Hallstatt besuchten wir wieder das Restaurant, wo wir im Juni während meiner Kur so gut und günstig gegessen hatten.
Auch diesmal gab es nichts auszusetzen. Das Essen war gut, der Service gut, die Preise fair.
Dann war es Zeit, uns wieder auf den Weg zur Schiffsanlegestelle zu machen, wo wir leider erfuhren, dass wir mehr als eine Stunde auf das nächste Schiff warten mussten.
Irgendwann ging es dann aber doch noch los und wir querten ein letztes Mal den Hallstätter See, diesmal bei deutlich besserem Wetter.
Auf den Zug mussten wir zum Glück nicht lange warten und so waren Bad Ischl und unser Auto schnell erreicht.
So war wieder ein zwar sehr feuchter, aber doch wunderschöner Tag zu Ende.